Sensationelle Erfolge bei Kurzbahn Staatsmeisterschaft 2021

von Severin Kierlinger Seiberl

Graz, Linz: Vom 4. bis zum 7. März 2021 wurden in der Grazer Auster die österreichischen Kurzbahn-Meisterschaften im Schwimmen ausgetragen. Gleich 5 Österreichische Rekorde, zahlreiche EM- und WM Limits, 16 Staatsmeistertitel, 12 Podiumsplätze einen oö. Landesrekord und überragende persönliche Bestleistungen konnten die Schwimmer*innen des ASV Linz erreichen.

„Was für ein tolles Wochenende für unseren Verein und unsere Schwimmerinnen und Schwimmer in diese noch jungen Saison“, zeigte sich Konsulent Josef Richer, Vereinsobmann Stellvertreter und Präsident des oberösterreichischen Schwimmverbands nach diesen sensationellen Leistungen begeistert.

Simon Bucher schwamm als erster Österreicher überhaupt unter 23 Sekunden über 50m Schmetterling und erzielte mit 22,97s einen neuen österreichischen Rekord. Mit dieser Zeit löste er wie auch mit seiner Siegerzeit über 100m Schmetterling das Ticket für die Kurzbahn EM 2021 in Kazan und die Kurzbahn WM in Abu Dhabi. Denn bereits am Freitag unterbot er die zwölf Jahre alt Bestmarke von Dinko Jukic klar und unterstrich seine bestechende Form auf 100m Schmetterling mit 50,37 in einem neuen Ö-Rekord.

„Einfach Wahnsinn! Ich kann diese Erfolge kaum in Worte fassen. Wie man sieht macht sich der Wechsel ins Olympiazentrum nach Linz bezahlt und ich freue mich, dass ich so brutal gut drauf bin", meint der 20-jährige gebürtige Tiroler, der am Sonntag über 50m Rücken in 23,73 den Österreichischen Rekord von Markus Rogan deutlich unterbot und zwei weitere Tickets für die EM und WM löste. Am Ende holte er noch Rang zwei über 100m Freistil.

ASV Linz erfolgreichste Mannschaft

Neue Österreichische Bestmarken stellte auch Bernhard Börni Reitshammer auf. Über 100m Brust überraschte er am Freitag in 57,15 und unterstrich sein Können auch über die 50m Brust, wo er sich mit 26,32 am Sonntag seinen zweiten Ö-Rekord an diesem Wochenende sichern konnte.
Mit insgesamt sechs Titel (50m/100m Brust, 100m/200m Rücken, 100m/200m Lagen) kürte er sich zum erfolgreichsten Athleten an diesem Wochenende und holte zahlreiche Limits für die Kurzbahn EM und WM Ende des Jahres.

Ebenfalls an der Kurzbahn EM 2021 in Kazan nimmt Alexander Trampitsch teil. Mit 3:44,73 sicherte sich der 22-jährige über 400m Freistil Staatsmeistertitel und unterbot dabei das Limit für die Europameisterschaft. Am Samstag legte der 21-jährige Heeressportler nach und unterstrich seine Form. Trampitsch schlug über 200m Freistil in 1:45,45 als erster an, löste damit ein weiteres Ticket für die Kurzbahn EM in Kazar und eines für die Kurzbahn WM 2021 in Abu Dabi. Über 100m Lagen und 50m Brust wurde er Dritter, über 100m Freistil holte er Rang zwei.

Starker Auftritt auch von Lena Kreundl. Kreundl, die in der Schweiz trainiert, siegte über 50m Freistil, 50m/100m Schmetterling, 100m/200m Lagen und unterbot über 100m Lagen wie Börni Reitshammer die Limits für die Kurzbahn Welt- und Europameisterschaften und kann auch über 200m Lagen bei der EM in Kazar an den Start gehen. Über 50m Brust musste sie sich nur knapp Cornelia Pammer (USC Traun) geschlagen geben, die zu vier Staatsmeistertitel schwimmen konnte.

Johanna Enkner wurde über 800m und 1500m Freistil nur von Marlene Kahler (SVS Schwimmen) geschlagen und schwamm auf 400m Freistil zu Platz drei. Ebenfalls Dritter wurde Paul Espernberger über 400m Lagen. Er verpasste zwar über 100m Schmetterling knapp das Podium, schwamm aber über 200m Schmetterling in 1:57,86 einen neuen oberösterreichischen Rekord und sicherte sich damit Rang zwei und fischte im letzten Rennen dieser Kurzbahnmeisterschaften noch einmal Silber aus dem Wasser.

Das tolle mannschaftliche Ergebnis komplettierten mit starken Leistungen und tollen persönlichen Bestzeiten Matthias Kritzinger (1999), Nachwuchstalent Julian Sowa (2006) und Kisci Zsombor (2003), welches auch Vereinsobmann Konsulent Helmut Ilk würdigt:

„Ich bin sehr stolz auf unsere Athletinnen und Athleten, zumal sie in diesen herausfordernden Zeiten der Pandemie derart ausgezeichnete Leistungen erbringen. Danken möchte ich auch Landestrainer Marco Wolf und Co-Trainer Daniel Wartner für die professionelle Vorbereitung.“

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